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Geschrieben von: Lukas Hodiamont
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Samstag, 30. Oktober 2004 00:00 |
Sattler Zünfte und EinflüsseDas Handwerk in der Neuzeit: Die Maroquinerie: Aus dem Arabischen Raum kam über Marokko zuerst mit den Mauren die Maroquinerie nach Spanien. Dies war eine besondere Technik der Lederbearbeitung, indem mit Prägewerkzeugen Muster in das Leder geschlagen wurden. Um 1400 erreichte diese Kunst eine besondere Blüte und die Erzeugnisse standen dem Adel und dem gehobenen Militär unter anderem auch in Form von besonders aufwendigem Sattelzeug zur Verfügung. Bald verbreiteten sich die Erzeugnisse der Maroquinerie über Europa, die Techniken waren jedoch lange Zeit gehütetes Geheimnis weniger Handwerker. 1703 traten die Riemer und Sattler zusammen mit den Tapezierern als Zunft auf. Bis zur Erfindung der Dampfkraft blieb nun die Sattlerei eine wichtige Kraft der Gesellschaft. Die Maschinen ersetzten jedoch nach und nach die Pferdekraft. Viele Sattler mußten ihr Gewebe mangels Aufträgen schließen Mit der Erfindung neuer Materialien ging es mit dem künstlerischen Anspruch der Lederverarbeitung im großen Maße zurück. Die Produkte wurden schlicht und zweckmäßig, wo man sie denn aus dem Naturmaterial Leder überhaupt noch herstellte. Als in den 1980er Jahren die Pferdenutzung zunahm, da man den Reit- und Fahrsport als Hobby entdeckte, gab es nur noch wenige Sattler, die diese Zeit in den wenigen Familienbetrieben überstanden hatten. Den Sattler als "Traumberuf" gibt es erst seit ca. 20 Jahren wieder.
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