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Geschrieben von: Lukas Hodiamont   

Sattel Ulrike LöwelWerde ich jemals halbwegs reiten lernen?
Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Früher gings doch auch. Damals jedoch immer ohne Sattel. Hier meine zweijährige Sattel-Odyssee:  Als ich mein Pferdchen kaufte, hatte ich von Sätteln überhaupt keine Ahnung, so dass der geschäftstüchtige Sattler im Stall mir einen  "wirklich passenden ", sehr teuren Dressursattel verkaufte. Dieser Sattel hat so gut gepasst, dass ich meinem Pferd nach einem halben Jahr aufgrund schwerem Satteldruck mehr als 4 Monate gar keinen Sattel mehr aufgelegt habe und den  "wirklich passenden " Sattel dann für kleines Geld weiterverkauft habe.
Der nächste, ebenfalls sehr teure Sattel, war ein Prestige Explorer, der meinem Pferd mit seiner etwas komplizierten Sattellage recht gut passte. Recht gut heisst: er hatte keinen Satteldruck mehr und wir haben es geschafft, auch die verschwundene Rückenmuskulatur wieder aufzubauen. Nur ich war mit meiner  "Schnittstelle " nicht wirklich glücklich. Ich saß für mein Gefühl zu weit vom Pferd weg, ich kam mit meinen Beinen nicht richtig an den Pferdebauch, ich kam mir vor wir auf einem Thron. Mein Sensibelchen hat mich viel zu oft missverstanden, was seinem Vertrauen in mich und meine Reitkünste sicher nicht förderlich war. Seine Vorstellungen von Richtung und Tempo waren dann oft anders als meine.
Hier kommt meine verzweifelte Frage aus der Überschrift ins Spiel!! Mein letzter Versuch. Nachdem ein sehr erfahrener Pferdemann aus meinem Kollegenkreis lang und oft über passende Sättel und deren Auswirkungen mit mir gesprochen hat, hörte ich nach gut einem Jahr endlich auf seinen Rat, mir doch einen Maßsattel für mein Pferd bei Lukas Hodiamont zu kaufen  .  Gesagt - getan!
Nun habe ich seit einer Woche meinen Hiker-Sattel und siehe da: es geht doch! Nicht nur, dass ich mich endlich in einem Sattel richtig wohl fühle - es fühlt sich so an, wie ich es von früher kenne, als ich auf dem blanken Pferderücken saß - nein, mein Pferdchen läuft wohin er soll und wie schnell er soll.  Es ist kaum zu glauben - solch ein Unterschied. Bei allen Dingen, die mir sonst so viele Probleme bereitet haben, frage ich mich jetzt, was daran so schwierig gewesen sein soll.
Ich kann einen Richtungswechsel mit einem Blick in diese Richtung einleiten - mein Pferd fühlt das! Beim ersten Halten aus dem Trab war ich so überrascht von seiner Reaktion auf meine Hilfen, dass ich ihm fast auf den Ohren saß! Man glaubt es kaum, aber mein Pferd kann sogar links rum auf dem richtigen Fuß galoppieren!! Er vergisst sogar, permanent mit erhobenem Haupt daher zu rennen. Seine Öhrchen wippen im Takt, was bei ihm immer ein Zeichen von absolutem Wohlbehagen ist. 
Er sieht zufrieden aus - bestätigen mir auch andere. Früher - und ich meine damit: vor zwei Wochen- war das alles anders.  Ich glaube, wenn mein Pferd eine Katze wäre, würde er wohl schnurren!
Und was mich angeht: ich will nun nicht behaupten, dass ich jetzt perfekt reiten kann, aber meinem Ziel -so zu reiten, dass es meinem Pferd und mir Spaß macht- bin ich durch den neuen Sattel ein großes Stück näher gekommen.

Piccolo und ich danken herzlich!

 
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